Totholz erhalten trotz Borkenkäferbekämpfung

Totholz

Beispiel von Totholz im Wald

Wie wichtig Totholz in unseren Wäldern als Lebensgrundlage für eine Vielzahl von Insekten und somit für die gesamte Lebensgemeinschaft Wald ist, wurde durch zahlreiche Forschungsarbeiten der letzten Jahre eindrücklich gezeigt.

Zudem dienen liegende Totholzstämme Arten wie Erdkröte und Feuersalamander als Unterschlupf. Verrottendes Holz kommt aber auch dem Waldboden sehr zugute. Es trägt zur Humusbildung bei und speichert eine beträchtliche Menge an Wasser.
Totholz trotz Käferbefall
Im Zuge der Aufarbeitung von Käferfichte sollte der Erhalt von Totholz nicht vergessen werden. Jegliches Laubtotholz kann ohne Forstschutzprobleme im Wald belassen werden. Gerade stärkere Laubbäume, die aufgrund der Sommertrockenheit abgestorben sind oder vom Sturm gebrochene Stümpfe, sind eine enorme Bereicherung für das Ökosystem Wald. Einzelne, vom Borkenkäfer befallene Fichten in Laubholzbeständen, deren Borke bereits abgefallen ist, können nicht mehr vom Borkenkäfer besiedelt werden. Aufgrund ihres hohen ökologischen Wertes sollten solche Starkfichten durchaus auch im Bestand verbleiben, vor allem dort, wo sie nur mit erheblichen Aufwand (z. B. aus Steillagen) gebracht werden können.
Finanzielle Förderung von Totholz
Totholzstämme von Laubbäumen die einen Durchmesser von mehr als 40 cm aufweisen, sowohl liegend als auch stehend, können durch das Vertragsnaturschutzprogramm Wald gefördert werden. Pro Stamm können unter bestimmten Voraussetzungen 90 Euro ausbezahlt werden. Bei Interesse an einer solchen Förderung wenden Sie sich bitte an den zuständigen Revierleiter oder an das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Coburg.

Ansprechpartner

Norbert Wimmer
AELF Coburg
Kronacher Str. 23
96215 Lichtenfels
Telefon: 09561 769-2017
Fax: 09561 7692030
E-Mail: poststelle@aelf-co.bayern.de